Heutzutage macht man mit einer Digitalkamera oder dem Smartphone automatisch mehr Fotos, als dies noch mit Analogkameras der Fall war.

Positiv ist dabei zu benennen, dass somit selbstverständlich mehr potentiell gute Fotos entstehen. Auf der anderen Seite kann einen dann manchmal die Auswahl überfordern, wenn man die Fotos für sein Fotobuch zusammenstellen möchte. Man hat manchmal zu viele gute Fotos, die möglichst alle ihren Platz im Fotobuch finden sollen.

Hier finden Sie einige Tipps, die Ihnen die Auswahl der Fotos bei der Erstellung Ihres fotorola Fotobuchs erleichtern können:

 

Tipp 1: Lassen Sie sich bei der Fotoauswahl helfen

Wenn Sie die Fotos selbst fotografiert haben, fällt eine Auswahl meistens schwer. Dies hängt damit zusammen, dass man emotional an den Momenten hängt, in denen die Bilder gemacht wurden. Wenn Sie beispielsweise ein Fotobuch über einen Zoobesuch erstellen, kann man womöglich denken „Ich habe mit der Kamera extra 10 Minuten gewartet, bis das Nilpferd aus der Höhle gekommen ist, das Foto muss mit rein“.

Das heißt, man fängt an sich in das Bild zu verlieben und verliert aufgrund der Erinnerung an die Aufnahmesituation die Objektivität, ob das Foto tatsächlich gut ist.

Um dieser Falle zu entgehen, ein Hinweis: lassen Sie sich von jemand Unbeteiligten beraten, der oder die nicht beim Fotografieren dabei war, ob das Foto für den Gesamtkontext des Fotobuchs geeignet ist. Diese Person ist daher unbefangen und behält somit einen objektiveren Blick.

 

Tipp 2: Klasse statt Masse

Gerade bei Urlaubsfotos – wo generell mehr Fotos geschossen werden als bei Familienfeiern oder Portraits – sollte auf eine genaue Auswahl Wert gelegt werden. Warum den Eiffelturm aus 10 Perspektiven oder den Sonnenuntergang über dem Meer von verschiedenen Tagen zeigen, wenn zwei oder drei Fotos völlig ausreichen? Wieso den Sonnenuntergang über dem Meer mehrfach auf eine Seite packen, sodass sich die Bilder überlagern?

Bei letzterem Beispiel passt es sehr gut, lieber das schönste Foto vom Sonnenuntergang auszuwählen und stolz auf einer großen Doppelseite zu präsentieren. Bei der Fotoauswahl für ein Fotobuch zählt Klasse statt Masse.

 

Tipp 3: Einzelne Seiten nicht überladen

Viele machen beim Erstellen des Fotobuchs den Fehler, die Seiten des Fotobuchs möglichst vollzupacken. Dabei werden tolle, für sich genommen einzelne schöne Motive noch klein zurecht geschoben und in der Ecke zusammengequetscht. Sie sollten sich daher auf die relevantesten Fotos beschränken, da bei zu vielen Fotos auf einer Seite der Betrachter nicht weiß, wohin der Blick gelenkt werden soll. Wenn es gar zu gut gemeint ist, verpufft die Wirkung der Fotos. Daher empfiehlt es sich, immer wieder einer halben oder sogar einer ganzen Seite ein einziges Motiv zu widmen.

Zwei bis drei, maximal fünf Fotos sollten auf einer A4-Seite Platz finden. Achten Sie darauf, nicht zu ähnliche Motive zu wählen, das wirkt schnell tröge.

Eine Ausnahme dieser Regel ist, eine Abfolge zu zeigen, etwa wenn damit eine kleine Bildergeschichte erzählt wird.

 

Tipp 4: Textbeschreibungen reduzieren

Auch sollte es mit Textbeschreibungen nicht zu sehr übertrieben werden. Die Beschriftungen sollten kurz und knackig sein. Kommentare wie „Sonnenuntergang über dem Meer“ sind redundant, da diese keine zusätzlichen Informationen liefern und nur beschreiben, was ohnehin zu sehen ist. Wenn ein solches Bild überhaupt eine Bildunterschrift benötigt, ist es viel interessanter etwas über den Ort zu erfahren, an dem der Sonnenuntergang aufgenommen wurde. Verwenden Sie dabei niemals mehr als 10 Wörter pro Textzeile.

 

Tipp 5: Hinweise zum Design bei der Fotobucherstellung

Beim Druck Ihres Fotobuches kann durch die automatische Beschneidung Bildinformation verloren gehen. Setzen Sie daher Personen oder wichtige Details stets mehr in Richtung Bildmitte, das heißt mindestens einen Zentimeter vom Bildrand weg.

Achten Sie weiterhin auf die passende Bildkomposition für Ihr Fotobuch. Platzieren Sie Fotos mit Personen etwa so, dass sie möglichst zur Buchmitte schauen, anstatt aus den Rändern heraus. Dies wirkt geschlossener und für den Betrachter des Fotobuchs harmonischer. Wenn Sie zwei Fotos mit Personen nebeneinander platzieren, sorgen Sie dafür, dass diese sich möglichst anschauen und nicht gegenseitig die Rücken zuwenden – das sieht sonst unfreundlich und zerstritten aus.

 

Tipp 6: Nehmen Sie sich Zeit

Der wohl wichtigste Tipp am Ende: nehmen Sie sich Zeit für Ihre Gestaltung. In der Regel macht man sich die Arbeit für ein Fotobuch nur einmal und am Ende haben Sie oder Ihre Angehörigen eine tolle Erinnerung für das ganze Leben. Nichts ist dabei ärgerlicher, schnell ein Fotobuch „zusammen zu schustern“, welches letztendlich nicht den „Wow-Effekt“ erzielt, den es mit etwas mehr Zeit hätte haben können. Probieren Sie verschiedene Möglichkeiten aus, schieben Sie Fotos hin und her, prüfen Sie, welche ganzseitigen Motive sich lohnen. Sie können auch Screenshots mehrerer Kompositionen anfertigen, nebeneinander legen und vergleichen, was am besten aussieht. Hierbei hilft auch Tipp 1: fragen Sie andere, unvoreingenommene Personen um Rat und konstruktive Kritik.

 

Dies sind Regeln und Tipps, die Ihnen bei Ihrer Fotobucherstellung helfen können. Wer diese Regeln kennt, kann diese natürlich auch bewusst und effektiv brechen, um Ihr fotorola Fotobuch interessanter zu gestalten.

Jedoch gilt grundsätzlich: mit diesen Hinweisen machen Sie in der Regel nichts verkehrt.